Nachdem viele Familienmitglieder in den Jahren nach Raviks Sieg über Ras’Kanol einen frühen Tod gefunden haben, besteht die Familie derzeit aus nur noch vier bekannten Nachkommen. Raviks Enkel, der derzeitige Burgherr Raban von Rabensteyn, ist ein begnadeter Alchemist und leidenschaftlicher Giftmischer, der immer neue Toxine aus den Pflanzen der Sümpfe destilliert – sehr zum Leidwesen der Bevölkerung des Dorfes, das zu Füßen der Burg liegt. Denn regelmäßig kommen Rabans Häscher, die Schwarzen Klingen, um Kinder aus dem Dorf zu holen – die dann als Versuchsobjekte für seine Studien herhalten müssen. Aus den Kellergewölben der Burg hört man die Schreie der missgebildeten, wahnsinnigen und siechenden Opfer seiner Forschungen – und einige von ihnen streifen auch durch die Wälder Rabensteyns, ein hoffnungsloses und elendes Dasein fristend. Rabans engste Vertraute ist seine Tante Ravenna von Rabensteyn, die Witwe von Rattan von Rabensteyn, Rabans Vorgänger als Burgherr. Das Paar war kinderlos geblieben und so hatte Raban die Herrschaft übernommen, nachdem Rattan an einer kurzen, aber schweren Krankheit früh verstorben ist. Raban war immer ihr Lieblingsneffe und so setzte sie sich im Erbschaftsstreit zwischen Raban und seinem älteren Bruder für diesen ein. Die beiden sind geradezu unzertrennlich und es wird gemunkelt, Ravenna könnte der Grund sein, dass Raban sich bisher noch keine Frau genommen hat. Rabans Bruder Ratibor von Rabensteyn leidet seit einigen Jahren an einer stetig zunehmenden geistigen Umnachtung. Interessanterweise begann sein Geist sich zu einer ähnlichen Zeit zu verdunkeln, als auch Rattan erste Symptome seiner tödlichen Krankheit zeigte. Die Brüder Raban und Ratibor stritten nach Rattans Tod wochenlang um die Nachfolge. Doch zu einem Duell, bei dem die Entscheidung herbeigeführt werden sollte, erschein Ratibor nicht – er hatte es vergessen und war bereits damals recht orientierungslos. Mittlerweile ist er kaum noch ansprechbar, lächelt und sabbert vor sich hin. Schließlich gibt es da noch Ranold von Rabensteyn, den illegitimen Sohn von Rabans Tante Ragna, der sich redlich darum bemüht, als echter Rabensteyn zu gelten – während Raban ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit spüren lässt, dass er genau das nicht ist. Zum Hausstand der Familie gehören darüber hinaus ein Haushofmeister, ein Bibliothekar, ein Hofnarr sowie Vormex, der Hofmagier.