Die „Genossenschaft und Kongregation der Sumpfbauern zu Traduk’Ka“, kurz: die Sumpfgenossenschaft, ist eine Vereinigung gleichberechtigter Bürger der kleinen Siedlung tief in den Kanolya-Sümpfen, in der die Aufgaben zum Erhalt des Landes, aber auch die Erträge aus Landwirtschaft und Handel gerecht aufgeteilt werden. Alle Entscheidungen treffen die Sumpfgenossen gemeinschaftlich – und obwohl sich die Bedingungen im Sumpf im Vergleich zu den Gründungsjahren deutlich verschlechtert haben, hält die Genossenschaft noch immer genauso fest zusammen wie zu Beginn. Und noch immer regeln die Bewohner Traduk’Kas ihre Angelegenheiten ohne Bürgermeister, Oberhaupt oder Büttel – als Gemeinschaft der Gleichen. Und so ist jeder Haushalt dabei, wenn es gilt, neue Entwässerungsgräben auszuheben, Deiche zu errichten, das Vieh auf der Allmendeweide zu hüten oder die wenigen Wege zu befestigen.

Die Genossenschaft setzt sich im Wesentlichen aus zwei Gruppen zusammen, die das Leben Traduk’kas entscheidend prägen. Da sind zum einen die Bauern selbst: einfache Leute, die mit Umsicht und Durchhaltevermögen unter den schwierigen Bedingungen des Sumpfes ihr Tagewerk verrichten. Die meisten verfügen über einen kleinen Garten, den sie bewirtschaften, ein paar Hühner oder Ziegen und tragen ansonsten durch das Sammeln von Sumpfplanzen und die Arbeit mit dem Vieh der Gemeinschaft zum Überleben der Siedlung bei. Auf der anderen Seite gibt es die Weisen von Traduk’ka – jene Gelehrten, Künstler, Zauberkundige aus der ganzen Region, die hier zusammen gekommen sind, um einerseits dem Zugriff der Rabensteynschen Häscher zu entfliehen und andererseits in Kontemplation ein einfaches Leben im Sumpf zu führen. Selbstverständlich tragen auch diese zur gemeinschaftlichen Arbeit bei – darüber hinaus hüten sie jedoch einen beträchtlichen Wissensschatz über Geschichte, Geographie, Botanik und Zoologie des Sumpfes und der angrenzenden Gebiete.

Jeden Samstag Nachmittag tritt der Rat der Weisen von Traduk’ka zusammen – meist, um gelehrte Themen zu diskutieren und neue Erkenntnisse auszutauschen. Zuletzt waren die Treffen des Rates jedoch bestimmt vom Austausch des Wissens über die geheimnisvolle Stele, die aus dem Sumpf aufgetaucht ist – und so konnten schon einige Informationen zusammengetragen werden. Beim nächsten Treffen soll nun ein Plan für das weitere Vorgehen gefasst werden. Die Treffen des Rates sind grundsätzlich für alle offen, die bereit sind, ihr Wissen zu teilen und verantwortungsvoll mit dem geteilten Wissen umzugehen – und so sind auch zugereiste Gelehrte und Zauberkundige eingeladen, sich zu beteiligen und mitzudenken.

Jeden Sonntag Nachmittag tagt das Dorfgericht – die Vollversammlung der Sumpfgenossenschaft, in der die Sumpfgenossen gemeinsam zu Gericht sitzen und über die Einhaltung der Gesetze Traduk’kas wachen.

Die Sumpfgenossen sind für Spieler interessant, die (z.B.)…

…Spass daran haben, den unmittelbaren Schauplatz des Spieles mit dem Leben zu füllen, das auch da wäre, wenn gerade kein Spiel wäre,

…sich für die Geheimnisse des Sumpfes und der Stele interessieren,

…Lust haben, Teil einer solidarischen Gemeinschaft zu sein, deren Interessen zu vertreten und sie gegen Bedrohungen von außen zu schützen.

Empfohlene Klassen: Waldläufer, Magier, Alchemist