Die Goblins des Kanolya-Stammes leben seit Urzeiten in den Sümpfen. Sie sind an das Leben dort angepasst, sind daher ausgezeichnete Sumpfläufer und  Jäger und wissen besser als die meisten Menschen, wo die interessantesten Pflanzen des Sumpfes wachsen. Aber anders als die Menschen, die nur zum sammeln von Rohstoffen in den Sumpf kommen, leben die Goblins immer dort und bringen dem Land den Respekt entgegen, der den menschlichen Sumpfläufern oft fehlt. Dennoch werden sie als  Lieferanten besonderer Stoffe, die außer ihnen kaum jemand zu finden in der Lage ist, von den ansässigen Handelsgesandten geschätzt und vom Burgherrn zumindest toleriert.  Die Goblins ernähren sich von allem was der Sumpf hergibt. Das Leben ist hart und karg und so werden auch Wanderer, Kräutersammler und verirrte Menschen oder andere Wesen nicht verschmäht –  jedes Lebewesen im Sumpf ist entweder Jäger oder Beute und so wird ohne Skrupel alles gefressen, was nicht stärker ist. Der Stamm ist, wie andere Stämme im Sumpf auch, matriarchalisch organisiert. Durch die spezielle Ernährung im Sumpf werden nur wenige Mädchen geboren. Diese genießen besonderes Ansehen und regieren dann ihren eigenen kleinen Stamm, der aus vielen Brüdern besteht, die die Arbeit machen.

Dass die Dörfer und Gehöfte der Menschen – vor allem, seit Ravik von Rabensteyn den Sumpfkönig besiegt hat – immer tiefer in die Sümpfe vorgedrungen sind, ist den Goblins schon lange ein Dorn im Auge. Und doch haben sie Traduk’ka, das von allen Siedlungen am weitesten im Sumpf liegt, bisher toleriert und den Sumpfgenossen nicht allzu viel Ärger gemacht. Das könnte sich nun ändern – denn in den Lagern der Goblins hat sich die Kunde von der geheimnisvollen Stele, die aus dem Sumpf aufgetaucht ist, wie ein Lauffeuer verbreitet. Und viele der jungen Burschen sind überzeugt, dass es sich dabei um ein Relikt aus der golgenden Vergangenheit der Kanolya-Goblins handelt, in der der Sumpf ihnen allein gehört hat und niemand ihre Vorherrschaft in Frage stellte. Doch noch ist unklar, ob sie mit ihrem Wunsch, die Stele und ihren Fundort mit Gewalt unter ihre Kontrolle zu bringen auch bei den Stammesmüttern Gehör finden werden.

Die Kanolya-Goblins sind interessant für Spieler, die (z.B.)…

… Spass daran haben, die Wildheit des bespielten Gebiets und seiner Bewohner zu verkörpern,

… sich lieber im Wald aufhalten als im Lager,

… sich für den Sumpf und die dort wachsenden Rausch- und Giftpflanzen interessieren.

Empfohlene Klassen: Kämpfer, Waldläufer, Druide

Bitte beachtet: Um der ungleichen Geschlechterverteilung auch spielerisch gerecht zu werden, wäre es gut, wenn in Goblin-Gruppen eine deutliche Überzahl von Männern zu finden wäre. Die wenigen Frauen sollten sehr herausgehobene Führungspositionen haben – und einen guten Grund, sich zu einer so niederen Tätigkeit herabzulassen wie eine Männergruppe nach Traduk’ka zu begleiten!