Sumpfläufer zu sein – im Sumpf unterwegs zu sein, die wertvollen und außergewöhnlichen Produkte der Kanolya-Sümpfe zu ernten und an die Aufkäufer aus ganz Torosh zu verkaufen, die in die Region kommen, um Rohstoffe für Drogen und Gifte zu erwerben – das gilt in den Rabensteynschen Landen seit alters her als ehrenvolle und hoch geachtete Tätigkeit. Doch geht der Respekt, der den Sumpfläufern entgegengebracht wird, direkt mit den mannigfaltigen Gefahren einher, denen sie sich immer wieder aussetzen. Ist der Sumpf selbst schon trügerisch genug, so werden sie darüber hinaus von den Jägern der Goblins verfolgt, die auf frisches Menschenfleisch aus sind. Und seit die Wasser des Flusses steigen und sich die Berichte häufen, dass sich die Toten selbst aus den Tiefen des Sumpfes erheben, gilt die Sumpfläuferei als gefährlicher denn je. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Familien der Sumpfläufer zu einem starken Bund zusammengeschlossen haben, an den sie jedes Jahr einen Teil ihrer Einnahmen abtreten und der für sie sorgt, wenn ein Sumpfläufer ums Leben kommt: den Witwen- und Waisenfonds der Sumpfläufer.

Gilt der Fonds schon seit langem als mächtiger Akteur im Rabensteyner Machtgefüge, so hat er beim Giftmarkt vor wenigen Monaten noch an Bedeutung gewonnen – denn die Gesandtschaft des Fonds hat durch geschickte Vertragsabschlüsse den Titel des „Toxischen Monopolisten zu Rabensteyn“ für sich errungen, zu dessen verbrieften Privilegien es gehört, die Geschäfte des Burgherrn zu übernehmen, sofern dieser abwesend ist und kein neuer bestellt wurde (siehe „Privilegien des Toxischen Monopolisten“). So mancher Sumpfläufer sieht daher die Chance gekommen, dass nun, da der alte Burgherr Raban unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen ist, endlich diejenigen die Macht in Rabensteyn übernehmen, die auch für den Wohlstand der Provinz sorgen. Einstweilen hat sich Rabans Vetter, Ranold von Rabensteyn, die Rabenkrone aufgesetzt und begonnen, mit harter Hand seinen Anspruch auf die Herrschaft über das Land am Kanolya zu untermauern. Allerdings herrschen allenthalben Zweifel an der Legitimität dieses Anspruchs – wurde Ranold doch als Bastard von Rabans Tante Ragna geboren und noch immer ist unbekannt, wer sein Vater war. Eine Frage, die den Witwen- und Waisenfonds durchaus umtreibt – und ein Grund, sich in Traduk’ka, außerhalb des Rabensteynschen Machtbereichs, der eigenen Schlagkraft zu versichern und Allianzen zu schließen… Dabei haben die Sumpfläufer nicht zuletzt einen Blick auf die geheimnisvolle Stele geworfen, die aus dem Sumpf aufgetaucht ist und die sie für ihre Zwecke zu nutzen gedenken.

Der Witwen- und Waisenfonds ist interessant für Spieler, die (z.B.)…

  • …sich für den Sumpf und seine Produkte interessieren,
  • …Spass an der Darstellung rauer, hartgesottener Gesellen haben, die sich in der Wildnis zuhause fühlen,
  • …vielleicht auch bereit sind, gegen die Obrigkeit aufzubegehren und dafür Verbündete zu suchen…

Empfohlene Klassen: Waldläufer, Druiden